…über Lernblockaden, Schleudertrainings und Geburtsgespräche:

Ich denke jeder kennt diese Momente, in denen man lieber alles andere macht, nur nicht das was man eigentlich zu tun hätte. Mir geht es meistens so, wenn ich lernen sollte. Dann wird das Zimmer zusammengeräumt, ewig mit den Eltern geredet, umdekoriert, ein Blog angefangen und noch weitere „sinnvolle“ Tätigkeiten – aber lernen? Keine Spur!

Vor etwa einer Woche hatte ich meine erste Prüfung für dieses Semester, angeblich die schwerste dieses Jahr…alle anderen haben fast 4 Wochen nur gelernt und hatten wirklich kaum Freizeit. Mir hat es aber nichts ausgemacht und um ehrlich zu sein, produktiv gelernt habe ich 2 Tage und davor etwa 5 Tage das Stoffgebiet grob zusammengefasst. Alles in allem habe ich also ein viertel der Zeit für das selbe Ergebnis gebraucht – denn auch meine Prüfung war ein „gut“.

Trotz allem habe ich mir fix vorgenommen für die nächste Prüfung mehr zu lernen, schließlich sollten das ja alles Sachen sein die mich interessieren, oder nicht? Aber dem ist nicht so und jeder der etwas anderes behauptet lügt! In jedem Studium gibt es Vorlesungen die einen mehr und welche, die einen weniger interessieren. Physiologie und Anatomie sind ja ganz nett aber nicht mega interessant – man muss es eben lernen…

…und genau dabei liegt das Problem – ich wollte WIRKLICH schon vor einer Woche anfangen, denn die Prüfung (Anatomie) ist nächste Woche Dienstag, aber es gibt so viele „wichtigere“ Sachen zu tun. Das Fahrsicherheits- oder auch Schleudertraining zum Beispiel. Da ich die Mehrphasen-Ausbildung des Führerscheins nicht ganz so ernst genommen habe, ist es schnell passiert und ich bin über die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen gekommen, musste also den nächstbesten Termin nehmen, der verfügbar war.

Genau dieser Termin war gestern und es ist einfach ein kompletter Tag draufgegangen um mit dem Auto zu rutschen, zu driften, zu schleudern und zu bremsen – Adrenalin pur!

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War wirklich eine lustige Erfahrung aber trotzdem fehlt dieser Tag einfach, denn nicht nur das ich von 7:45-16:20 nicht lernen konnte, Nein ich war danach auch noch bei meiner Tante und dort ist das typische „Hebammen-Studentinnen-Phänomen“ passiert:

JEDE FRAU MIT KINDERN WILL ÜBER IHRE GEBURT MIT DIR REDEN!!!

…grundsätzlich auch kein Problem, man erfährt wirklich interessante Sachen und auch neue Praktiken oder Ansichten die einem vielleicht in Zukunft helfen können, gebärende Frauen besser zu verstehen ABER man wird in stundenlange Gespräche verwickelt weil es 1. interessant ist und 2. jede Frau ewig über ihre Geburt/en sprechen kann.

Naja der gestrige Tag war wirklich kein produktiver Lerntag – aber heute ist ein neuer Tag, eine neue Chance, mal schaun was ich daraus mache….

Jetzt noch ein netter Spruch den ich gestern von meiner Tante gehört habe:

„Eine natürliche Geburt ist wie in der Früh aufstehen, den Vorhang aufmachen, von der Sonne beschienen werden und den Tag begrüßen. Ein Plankaiserschnitt ist wie aufwachen weil an der Tür geklopft wurde, dann langsam aufstehen und die Türe aufmachen. Aber bei einem Notkaiserschnitt steht der Besuch ohne Klopfen oder andere Anzeichen brüllend im Zimmer, ohne dass man überhaupt schon bereit dafür war!“

 

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…ein bisschen was über mich:

Hallo Leute!

Mein Name ist Caroline, ich bin (noch) 19 Jahre alt und wohne in Wien. Nachdem ich dieses Jahr im Juni meinen Abschluss an der HTL gemacht habe, wäre ich jetzt eigentlich total bereit gewesen in meinem Fachgebiet zu arbeiten. Ich hatte auch schon ein fixes Jobangebot also eigentlich war alles perfekt…naja vielleicht nicht alles. Seit Jänner war ich mir einfach nicht mehr sicher ob ich wirklich in meinem erlernten Berufsfeld arbeiten will – jeden Tag vorm PC sitzen, kein Kontakt zu Menschen und das alles nur für ein bisschen mehr Euronen als andere?

NEIN! Ich habe bis jetzt immer auf dieses Ziel hingearbeitet und ich hatte das Gefühl es wird von mir erwartet – aber es war an der Zeit mein Leben selbst in die Hand zu nehmen also habe ich mich an einer FH angemeldet….aber nicht für das bis jetzt gelernte sondern für einen ganz anderen Beruf: HEBAMME!!!

Ich habe lange überlegt ob das so klug ist – von der Tiefbauerin zur Hebamme? Naja versuchen kann man’s ja. Der Aufnahmetest war wieder erwarten eigentlich recht einfach und so habe ich die erste Runde ohne Probleme überstanden und wurde zum Aufnahmegespräch eingeladen. Dort wurde mein Traum aber so schnell zerstört wie er gekommen ist „Du bist nicht gut genug – hast ja noch nicht mal die Matura! Was willst du überhaupt hier?“… solche und ähnliche Sprüche konnte ich mir anhören, ab diesem Moment war ich mir fast sicher: Das war NIX!

Aber hey, 1 Monat später kam die Nachricht: Ich wurde genommen!!!! Wuhuu – hab mich extrem gefreut und ja jetzt bin ich bereits seit gut 2 Monaten dabei und ich finde es super.

Und warum dann der Blog fragt ihr euch? Naja ich will meine Erlebnisse mit Leuten teilen die sich vielleicht auch nicht sicher sind was sie mal machen wollen und den Beruf der Hebamme ganz interessant finden. Aber auch Leute die absolut nichts damit am Hut haben und einfach nur wissen wollen wie die Ausbildung und das Leben neben dieser so laufen sollen sich willkommen fühlen!

xoxo Caro.